Komponenten in der Beratung – Beratungssequenzen outsourcen

Datum: 3. & 4. Nov. 2018
Ort: Fulda, Hotel Goldener Karpfen

Programm

Die Jour Fixe im April und September konzentrieren sich darauf, wie

  • Honorare vom Zeiteinsatz im Mandat unabhängig werden
  • Beratungsleistungen von Zeiteinsatz der Senior-Berater unabhängig werden

Wenn der Engpass des Unternehmenswerts einer Beratungsgesellschaft damit zu tun hat, wie überflüssig der bzw. die Senior-Berater für die Umsatzleistung sind, dann wollen wir ergründen, welche Eigenschaften die wertvollsten Komponenten in Beratungsprodukten haben und wie sie am besten in Beratungsprodukte integriert werden.

Vorteil für Lizenzgeber von Beratungsprodukten:

  • beherrschbare Nutzungslizensierung
  • niedrige Setup-Gebühren werden möglich
  • Echtdaten für die Weiterentwicklung der Komponenten

Vorteil für Lizenznehmer von Beratungsprodukten:

  • mehr Kapazität (Zeit der Senior-Experten)
  • klar kommunizierbare Wettbewerbsvorteile
  • hohe Beratungsqualität

Dieser Jour Fixe geht der Frage nach, wie Beratungskomponenten ins Leben kommen, mit denen sich Sequenzen in Beratungsprodukten (BP) outsourcen lassen. Gibt es für die bzw. in der BGS Komponentenanbieter? Was sind die Lösungen, Möglichkeiten, Voraussetzungen?

Formal findet zusätzlich die Mitgliederversammlung der Beratergruppe Strategie e.V. statt.
Die Mitglieder werden zuvor satzungsgemäss informiert.

Programmdetails

Wir freuen uns auf folgende Referenten und Vorträge:

Dr. h.c. Dieter Fröhlich:

Was Komponenten im Franchising erfolgreich macht

Für ein Franchise-System ist der wirtschaftliche Erfolg zu großen Teilen mit der zuverlässigen Wiederholbarkeit der Leistungspakete durch jeden einzelnen Franchisenehmer verbunden. Der Beitrag stellt die Eigenschaften erfolgreicher und kritischer Leistungspakete gegenüber. Ziel ist die Ausgestaltung erfolgreicher Leistungspakete zu erkennen und die Übertragbarkeit der Lerngewinne daraus für die Beratung zu diskutieren.

www.musikschule-froehlich.com


Romy Campe:

Komponentenportal.de – so gelingen Komponenten

Vorstellung des „Komponentenportal“ als Aktivität auf Basis des Komponentenkonzepts von Prof. Günter Faltin („Kopf schlägt Kapital“).

Komponenten sind die Konsequenz der Modularisierung des Wertstroms eines Unternehmens zum Zweck der standardisierten Arbeitsteilung mit externen Dienstleistern.

Das Komponentenportal bietet inzwischen über 100 Komponenten mit unterschiedlicher Komplexität zur Nutzung an. Was macht eine Komponente erfolgreich? Wie muss eine Komponente ausgestaltet sein und wie in den Wertstrom integriert werden? Der Vortrag zeigt die Erfahrungen des Komponentenportals.


Thomas Unger:

Mehrverkaufstraining – vom Franchisenehmer zum Unternehmer

Mein Weg der Schärfung meines Unternehmensprofils auf Basis der Mewes-Strategie.

Der Start als Franchisenehmer kann einen schnellen und bereits bewährten Start in die Selbstständigkeit bieten. Dazu gehören erfolgversprechende Komponenten, bzw. Produkte mit begleitendem Training und Coaching für den Franchisenehmer. Gerade die laufenden Franchisegebühren befeuern die Erwartungshaltung, dass der Franchisegeber seine Gegenleistung dauerhaft attraktiv hält. Geschieht dies nicht, kann Franchising als Form der Drittverwendung von Komponenten, Produkten und Leistungen im Laufe der Zusammenarbeit gefühlt in die Schieflage rutschen und Franchisenehmer verlassen das System.

Der Vortrag beleuchtet diese Dynamik und die Rückschlüsse für das Beratergeschäft.

www.mehrverkaufstraining.de


Thomas Jakel:

strandschicht.de – Virtuelle Assistenten als Dienstleistungs-Komponenten

Strandschicht ist der älteste und aktuell größte deutschsprachige VPA-Anbieter auf dem deutschen Markt und makelt VPA-Dienste (VPA = virtueller persönlicher Assistent) über viele Branchen und vielfältige Aufgabenstellungen hinweg.

Mit diesem Erfahrungsschatz ist insbesondere die Betrachtung wiederkehrender VPA-Aufträge bzw. -Aufgabenstellungen spannend: welche Eigenschaften machen VPA-Leistungen (= Komponenten) besonders erfolgreich? Was sind die Erfolgsfaktoren eines guten Briefings und wie muss Information strukturiert sein, damit VPAs Ihre Aufgaben schnell, zielsicher und ohne Rückfragen im Sinne des Auftraggebers erledigen können?

Der Vortrag zeigt Stolpersteine, Lernkurven und Erfolgsfaktoren.


Jochen Müller:

Erfolgsfaktoren arbeitsteiliger Beratungsprodukte

Steigende Kapazitätsbedarfe werden in der klassischen Beratung oft über das „Clonen“ eines Beraters beantwortet: Ein weiterer Berater erhält die gleiche Aufgabe, bzw. wird dafür eingearbeitet. Ein Weg diesen „Cloning“-Ansatz umzusetzen ist ein Franchising-System. Hier ergeben sich aber Probleme, die sehr häufig in eine strategische Sackgasse führen. Eine Partnerschaft zwischen Franchise-Zentrale und Franchise-Geber kommt entweder nicht zum Laufen oder führt zu einer gefühlten Schieflage.

Ein alternatives Konzept ist die arbeitsteilige Aufteilung einer Beratungsleistung in Module (= Komponenten). Wenn die Beratungsleistung standardisiert bzw. teilautomatisiert abläuft, kann eine übergreifende Partnerschaft von Beratern etabliert werden. Die Komponenten können entlang der Wertschöpfungskette von einer Zentrale (Marke, Methodik, Technik, Standards, QM) und der persönlichen Beziehung zu unabhängigen Beratern erbracht werden. Entscheidend ist der Mehrwert des Kunden durch einen solchen kombinierten Einsatz und eine faire Trennung von Erlösen, Aufwendungen und Risiken.

Der Vortrag zeigt Misserfolge und Erfolge bei der Einführung eines solchen arbeitsteiligen Beratungsansatzes.

www.cramer-mueller-partner.de


 

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